Soziologie Theorien

Strategic network formation with structural holes

By on August 16, 2017

Ronald Burt baut seine Theorie der strukturellen Löcher (structural holes) 1992 nicht aus dem Nichts, sondern bezieht sich stark auf die Theorie von Granovetters.

Burt fokussiert sich dabei nicht auf die Beziehungen in einem Netzwerk an sich, sondern auf deren Abwesenheit.
Strukturelle Löcher kennzeichnen Netzwerke, die sich gar nicht oder nur wenig überlappen. Die Netzwerke untereinander sind wiederum gekennzeichnet von starken Bindungen. Dies führt dazu, dass der Informationsfluss zwischen den Netzwerken sehr gering ausfällt, jedoch das Gruppengefühl innerhalb eines Netzwerkes stark ausgeprägt ist.

Werden diese Löcher anhand von schwachen Beziehungen eines Egos überwunden so birgt dies Vorteile für das Ego. Einerseits erhält er Rückhalt und Sicherheit seitens der starken Beziehungen,  gleichzeitig kann er neue Sichtweisen und Informationen in die Gruppe bringen, und somit das Gruppenpotential steigern. Die schwachen Verbindungen bringen ihm also einen Informationsvorsprung und führen gleichzeitig zu erhöhter Sichtbarkeit seiner Person.

Im geschäftlichen Umfeld führt dies dazu, dass das Ego,  als Verbindungsglied verschiedener Netzwerke, seinen Wert für das Unternehmen steigern kann. Im Gegensatz zu Granovetter betont Burt also vor allem die Position im Netzwerk, und weniger die Beziehungsstärke.

.Soziale Netze mit strukturellen Löchern bedeuten eine geringere Kohäsion, also einem geringeren Zusammenhalt, und fehlende Überlappung, also keine oder kaum Redundanz, innerhalb des Netzwerks (vgl. Burt 1992, zit. nach Scheidegger). Neben diesem informellen Vorteil, den strukturelle Löcher mit sich bringen, gibt es aber auch noch einen Steuerungsvorteil. Personen an derartigen Schnittstellen können als Unternehmer fungieren, da sie zu ihrem eigenen Vorteil wirtschaften können, indem „er als kommunikatives Bindeglied mit der Möglichkeit, Kontakte zu vermitteln und die Zusammenarbeit der Gruppen zu beeinflussen“ (Burt 1992; zit. nach Scheidegger) agiert. Folgende Vorteile zeichnen strukturelle Löcher aus:

  • Strukturelle Löcher ermöglichen den Zugang zu andersartigem Wissen.
  • Informelle Kanäle werden eher zum Wissensaustausch genutzt.

In der Studie von Scheidegger wurde insbesondere folgende Hypothese überprüft:

Der Karriereerfolg wird im oberen Management in stärkerem Ausmass von Netzwerkcharakteristika, also den strukturellen Löchern, bestimmt als im mittleren Management.

Diese Hypothese konnte bestätigt werden. Dies insbesondere für buy- in Netzwerke, also Netzwerke mit unverbundene Personen, die für ein Projekt oder eine Strategieausrichtung gewonnen wurden, sowie der Arbeitskommunikation sind derartige strukturelle Löcher, also die Verknüpfung unterschiedlicher Gruppen, von Bedeutung, und auch nur dann, wenn der Fokus auf den Nutzen auch immer mit der getauschten Ressource zusammenfällt, also kontingent ist, die Person also die getauschte Ressource immer hinsichtlich des Nutzens bewerten kann.

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MICHAEL MANGER
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