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Buchtipp: Nach Gott

By on August 27, 2017

Einer meiner philosophischen Lieblingssätze ist dieser: „Der Mensch ist ein frierendes Stacheltier“ – ganz frei nach Arthur Schopenhauer und seiner Parabel „Die Stachelschweine“ hat diesen Satz Ulrich Beck – Soziologe und Philosoph – neu interpretiert. Ich bin ein Beck-Anhänger und finde es sehr sehr schlimm, dass er 2015 verstorben ist. Er hat uns aber viel hinterlassen – wie eben diesen Satz, der so viel beschreibt und uns Orientierung nicht nur in den Sozialwissenschaften gibt. Der Mensch hat ab und an ein sog. Wärmebedürfnis. Um es zu befriedigen, suchen die Menschen die gegenseitige Nähe. Doch je näher sie aneinanderrücken, desto stärker schmerzen die Stacheln der Nachbarn. Da aber das Auseinanderrücken wieder mit Frieren verbunden ist, verändern sie ihren Abstand, bis sie die erträglichste Entfernung gefunden haben – ebenso verhält es sich oft mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Gott – eben dieses Verhältnis beschreibt Peter Sloterdijk in seinem aktuellen Werk … „Nach Gott“. Ich selbst bin ja kein Christ – ich hoffe, dass es Gott gibt – aber im Grunde bin ich dialektischer Materialist und in dieser Philosophie fühle ich mich ganz wohl – d.h. ich beantworte die Grundfrage der Philosophie nach dem SEIN und DENKEN meist materialistisch d.h. ich sehe die Materie als Grundlage für das Denken.

Als ich den Titel „Nach Gott“ gelesen hatte, dachte ich gleich und ganz spontan, dass Peter Sloterdijk evtl. bei Nietzsche (Gott ist tot) gewildert hat? Aber dieses Werk geht weiter – und beschäftigt sich mit mit den Zusammenhängen der Gottesvorstellungen und Religionen – es stellt die Frage „Wie bestimmen diese Vorstellungen und Zusammenhänge unsere Gegenwart?“. Für mich ist Religion meist Opium fürs Volk – also ich glaube kaum an den Glauben der Christen – stehe eher dem Judentum nahe – wenn überhaupt – aber mir ist natürlich auch bewusst, dass religöse und theologische Themen eine sehr wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielen – ja einen Wissensspeicher darstellen und in unserer Kultur eine fast ikonologische Orientierung bieten.

Der Mensch ist ein „theopoetisches Tier“ – so interpretiert eben Sloterdijk den Menschen – dies kann man so nehmen und verstehen – oder mit Marx antworten … und die Frage nach Kampf und Einheit der Gegensätze stellen – d.h. eben den dialektischen Widerspruch bemühen.

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MICHAEL MANGER
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