Kunst

Die Legende von Paul und Paula

By on April 7, 2019

Als ich damals das Theaterstück von Plenzdorf las – ich war 15. Jahre alt – „Die Legende vom Glück ohne Ende“ – fand ich das Werk von Plenzdorf. welches im literarischen Frühling der DDR entstand, genial. Das gespielte Theaterstück, das ich dann kurz später in Meiningen schauen durfte, stand der literarischen Vorlage in Nichts nach – aber der DEFA-Film „Die Legende von Paul und Paula“ war noch besser.

Die Legende von Paul und Paula ist einer der schönsten in der DDR gedrehten Spielfilme. Das Werk entstand im DEFA-Studio für Spielfilme, Herstellungsgruppe Babelsberg, dem heutigen Studio Babelsberg. Die Regie führte Heiner Carow nach der literarischen Vorlage von Ulrich Plenzdorf.

Besonders der Soundtrack der Puhdys ist unerreicht schön – nicht nur der Film, sondern auch verschiedene philosophische Bücher machten mich damals zum dialektischen und historischen Materialisten – heute bin ich mir da zwar nicht mehr so sicher – ich schwanke zwischen Materialismus, Postmoderne und Glaube – aber damals erschien die Dialektik klar und deutlich zu sein.

Die Handlung:

Paul ist unglücklich in einer typischen DDR-Ehe gefangen. Gegenüber seiner Neubauwohnung lebt die alleinstehende Paula in einem Altbau mit ihren beiden Kindern. Ihre Begegnung in einer Bar wird zu Leidenschaft. Während Paula sich nun im siebten Himmel glaubt, bleibt Paul erschreckend distanziert, will den Schein seiner DDR-Ehe wahren und so seine Partei-Karriere schützen.

Er kann die schönen Momente zwar genießen, aber die Affäre und ihre möglichen Folgen beunruhigen ihn.

Erst als Paula ihren Sohn durch einen Unfall verliert und sich daraufhin von ihm distanziert, spürt er die Tiefe seiner Liebe zu ihr und kämpft um sie. Die beiden werden zum Paar.

Kurz darauf wird Paula erneut schwanger. Die Ärzte sind davon überzeugt, dass Paula aus gesundheitlichen Gründen die Geburt eines dritten Kindes nicht überleben wird. Paula entscheidet sich für das Kind und stirbt bei der Geburt.

Die Handlung ist für mich wie eine Alegorie eines der Grundgesetze der Dialektik – „Kampf und Einheit der Gegensätze“ – einfach nur wunderschön traurig – ebenso wie die Dialektik und wie die Negation der Negation.

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MICHAEL MANGER
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