Musik der Wiedergeburt

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der Antike – also die Musik im 15. und 16. Jahrhundert – ich mag diese Musik sehr – sie ist so ganz anders als die Musik des Barock oder der Klassik. Sie ist noch frech, unmittelbar –

ja von menschlichen Katastrophen und der hohen Minne geprägt. Mein Lieblingskomponist dieser Zeit ist Ludwig Senfl. Würde man die Zeit musikwissenschaftlich beschreiben, so würde man dies wohl so tun:

Hohe Spaltklänge, also nicht-vermischte Klänge, der Musik des Mittelalters werden durch Vollklänge ersetzt.

Die Quinten- und Quartenharmonik weicht Terzen und Sexten.

Die Entwicklung der Dreiklangsharmonie entwickelt sich, indem statt der damals üblichen aufeinander folgenden Stimmeinsätze die Zeilen jetzt gemeinsam begonnen wurden.

Komplizierte Formen der Isorhythmie werden vereinfacht.

Zahlenmystik und niederländische Kanons in der Franko-flämischen Musik sind Nachwirkungen der spätgotischen Zeit.

Aber am Besten man hört mal rein – einfach nur traumhaft schön.

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