Diary Mangonia

BACK ON TRACK: GRUNDLAGEN DER SCHÖNHEIT

By on Juni 6, 2015

Proportionale Größen sind verhältnisgleich, das heißt, bei proportionalen Größen ist die Verdopplung (Verdreifachung, Halbierung, …) der einen Größe stets mit einer Verdopplung (Verdreifachung, Halbierung, …) der anderen Größe verbunden, oder allgemein gesagt: die eine Größe geht aus der anderen durch Multiplikation mit einem immer gleichen Faktor (dem Verhältnis der beiden Größen, genannt Proportionalitätsfaktor oder Proportionalitätskonstante) hervor. Diese Grundregeln wird bei vielen deutschen Häusern leider nicht mehr eingehalten … und das Ergebnis sind Formen, die sich nicht mehr im “Goldenen Schnitt” befinden … dies ist ein absolutes No-Go für einen amerikanischen Architekten oder einen Architekten, der US-Häuser baut … Das Sechseck ist daher auch Zeichen bzw. “Logo” für viele Unternehmen, die viel Wert auf Design legen – z.B. der Chrysler Group …

Sie kennen sicher das Gefühl beim Anblick eines Hauses … “da stimmt doch was nicht” – auch von Autos kenne ich dieses Gefühl z.B. beim Touran fällt es mir immer wieder auf … der Grund dafür ist einfach – das Design befindet sich nicht in der “guten Form” d.h. nicht in Proportionalität …

Genau dieses Gefühl zeigt uns als Menschen, dass die Urform, die Proportionalität – also die “menschliche Form” des Sechsecks nicht eingehalten wurde … passiert(e) bei vielen deutschen Neubauten nach 1945 sehr sehr häufig … das Ergebnis sind Neubaugebiete (gerade nach der Wende und in den 1970er Jahren), die geradezu “weh” tun, da kaum ein Haus gut proportioniert ist und dies wollte ich bei unserem Haus vermeiden – u.a. ein Grund für ein US-Haus … Normale New-England-Häuser greifen auf uralte Grundregeln des Kunsthandwerks zurück und halten daher fast “selbstverständlich” derartige Basics ein.

Gerade die Handwerkskunst des amerikanischen und kanadischen Holzhauses ist hierbei unerreicht … und in Deutschland nur selten zu finden.

Aber nicht nur die Tradition der New-England-Häuser waren für mich ausschlaggebend – sondern auch die Attitude der amerikanischen Arbeiter … der Begriff “Worker” ist in den USA / Canada eine Ehre und nicht so negativ besetzt – wie oft in Deutschland: http://www.nfb.ca/film/high_steel … dies fasste z.B. Chrysler in einem schönen Satz zusammen “Blue Collar Attitude
In A White Collar World” …

… und genau diese Einstellung ging vielen deutschen Architekten verloren … die deutsche Automobilindustrie (z.B.) hatte diese Attitude nie … sehr schade!

Sie sehen also – hinter der Entscheidung für ein US-Haus steht mehr als pure Liebe zu Nordamerika … diese Liebe hat einen Grund und dieser Grund liegt in der Schönheit der Formen und der Konstruktionen der “Neuen Welt” … schade, dass dies in Deutschland oftmals verloren ging … es gibt aber auch positive Beispiele aus der alten Welt z.B. hier aus der Schweiz:

Das Haus ist nicht ganz mein Geschmack – dennoch muss man zugeben, dass die Proportionen stimmen und dies ist die Hauptsache – also eigentlich ein Basic … selbstverständlich.

Ein weiteres Beispiel für diese “gute Form” kommt im Automobilbau auch aus den USA z.B. der neue Grand Cherokee der Chrysler Group (Jeep)

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MICHAEL MANGER
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